Berichte und Neuigkeiten

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ATK X – PERIENCE Lehrgang in WILHELMSHAVEN am 03.06.2011

ATK

Gibt es in Ulm etwa Verrückte, die mitten in der Nacht um 01:00 Uhr aufstehen, sich ins Auto setzten, nach Wilhelmshaven fahren um 10:00 auf der Matte stehen, dann ca. 7 Stunden trainieren, sich wieder ins Auto setzen um dann wieder mitten in der Nacht in Ulm anzukommen?
JA DIE GIBT ES UND SIE WÜRDEN ES SOFORT WIEDER TUN!!!!!!!!!!

Die beiden Verrückten, Stefan und Norbert, haben es gewagt an diesem speziellen ATK Lehrgang mitzuwirken und wir möchten Euch ein bisschen an unserem EVENT teilhaben lassen.

Nach langer Fahrt (ca. 800km) endlich angekommen. So nun erst mal Begrüßung und Kaffee trinken. Dann Anmeldung und natürlich die weiteren Ankömmlinge begrüßen. Jetzt aber schnell umkleiden es geht gleich lose.
Pünktlich um 10:00 Uhr stehen wir alle auf der Matte: 2 Damen, 16 Männer und natürlich unser Trainer Claude Weiland. Wir beginnen mit einem kurzen Aufwärmtraining. Nichts Außergewöhnliches. Gleich danach geht es jedoch schon weiter. Wir sind gespannt was nun kommt.
Cloud hat ein Zirkeltraining vorbereitet und erklärt die verschiedenen Stationen bzw. macht kurz vor was zu tun ist.

Auf geht's in zweier Gruppen. 9 Stationen alle Übungen 45 Sekunden ist nicht lang denkst Du. Haben wir auch gedacht. Versuch mal gegen 4 Bungee-Seile anzusprinten. Wie das? Ganz einfach Du bekommst einen Gurt umgelegt an dem die 4 Seile festgemacht sind. Die Seile sind an der Wand verankert. So nun spurte los und wenn Du nun gerade so am Ende bist bevor die Seile Dich zurückholen schnell noch zwei Faustschläge auf die Pratzen die dein Partner an den Händen trägt. „BLOß NICHT UMDREHEN sonst schmeißen dich die Seile um," hat Cloud gesagt. Rückwärtsgang ist angesagt. Und noch einmal, und noch einmal, und noch einmal, wie lang sind 45 SEKUNDEN??
Endlich Wechsel. Und schon geht's weiter zur nächsten Station. Die ist auch nicht leichter: Medizinball werfen auf einen Sandsack im Abstand von einem Meter. Aber bitte mit Kraft! Du sollst den Ball wieder fangen.
\r\nWeiter geht's, ca. 20 cm dicke Schlagpolster auf den Boden legen, rauf mit den Händen Liegestütze, aber bitte mit der Nasenspitze den Boden berühren.
So nach dem wir alle Stationen hinter uns haben sind wir total ausgepauert. Aber Claude lässt nicht locker. Es geht gleich weiter Pratzen Training mal auf eine andere Art. Zu Dritt? Ja einer zieht die Pratzen an, einer darf mit Händen und Füßen die Dinger bearbeiten und der dritte? Ja der hält den schlagenden von hinten am Gürtel fest und zieht Ihn zurück. Viel Spaß beim Nachmachen. Oder leg Dich einfach mal auf den Boden und Versuch die Pratzen zu treffen während Dein Partner sich bewegt. Wie kommst Du besser ran mit den Füßen oder doch lieber mit den Händen? Trainier mal Dein Gleichgewicht leg zwei Pratzen hin (nicht so eng) stell Dich drauf und Versuch nun mal ein paar Tritte.

Zweite Trainingseinheit vorbei. Wir sind alle total fertig. Aber es ist gerade „Halbzeit" Die Klamotten sind nass als kämen sie gerade aus der Waschmaschine.
Claude meint die braucht Ihr heute Nachmittag sowieso nicht mehr. Geht Euch umziehen, normale Straßenkleidung, dann treffen wir uns kurz zum Mittagstisch. Aber denkt dran es geht heute noch weiter, esst nicht zu viel.
O. k. rasch die Treppen runter vom 3.OG, erst mal eine Zigarette genießen, wieder rauf in den 3 Stock, umziehen, kurz was Essen und Trinken (schneller Kaffee), wieder runter. So wie geht's jetzt weiter?
\r\nClaude meint er hat sich was Schönes für uns überlegt. Wir gehen joggen. Bei ca. 30°C quer durch die Stadt Wilhelmshaven 19 Beklo…. mit Stock bewaffnet. Schon nach wenigen Metern meinen wir nicht mehr zu können. Zähne zusammenbeißen und den Anschluss nicht verlieren, wir wissen ja nicht wohin die Reise geht. Nach so ungefähr 3 km ENDLICH ZIEL erreicht.
Ein Parkhaus. Alle Damen und Herren rauf in den vorletzten Stock. Hier ist alles leer bis auf zwei Fahrzeuge von Mitgliedern des B A E – Leistungszentrums. Das gesamte Stockwerk gehört nun uns und wir werden mit Situationen des täglichen Lebens konfrontiert. Du bist gerade dabei das Auto aufzuschließen als ein Typ dich angreift. Kein Platz zum flüchten, also trotz der sehr beengten Platzverhältnisse den „Täter" außer Gefecht setzten, mit sehr wirkungsvollen Schlägen, Tritten, Hebeln usw. Das Parkhaus ist sehr offen (ähnlich unserem alten DEUTSCHHAUS in Ulm) gegenüber befinden sich Wohnhäuser von deren Balkone direkte Sicht ins Parkdeck möglich ist. Bei diesem traumhaften Wetter sitzen natürlich viele Bewohner auf Ihren Balkonen und verfolgen aufmerksam unser Treiben auf dem Parkdeck. Ob das wohl mit rechten Dingen zu geht? Na bin gespannt ob nicht bald unsere grünen Freunde auftauchen.
Nachdem wir nun alle fit sind in „Parkhaus-Selbstverteidigung" wird die Gruppe geteilt. Claude nimmt sich einfach die Hälfte der Teilnehmer und verschwindet mit Ihnen im Treppenhaus. Was kommt nun? Wir warten ab. Einer nach dem anderen wird aufgefordert das Parkdeck über das Treppenhaus zu verlassen, ein Stockwerk nach oben zu gehen das obere Parkdeck zu überqueren und in einem weitern Treppenhaus wieder ins untere Parkdeck zu gehen. Was uns erwartet können wir nur erahnen. Es kommt wie es kommen musste: Die Trainingspartner, die vorher auf dem oberen Parkdeck und in den Treppenhäusern verteilt wurden, sind wahrscheinlich Angreifer oder etwa nicht? Nicht alle. Einige wollen Dich eventuell nur nach der Uhrzeit fragen oder wie spät es ist usw. Situationen richtig einschätzen, dass ist es was er von uns erwartet. Klappt auch fast immer, nur der eine oder die andere setzt alles außer Gefecht was sich bewegt. Wir brauchen ja auch was zu lachen. Claude selber erwartet uns noch vor dem Überqueren des Parkdecks, dort wo du normal mit dem Auto in die nächste Ebene fährst. Auf der Schräge. Nun heißt es, dreh dich um, du stehst noch gar nicht richtig und schon bekommst du einen „kräftigen Schubs" und kannst zeigen ob deine Fallschule auch auf einem Teerbelag, bergab mit T-Shirt bekleidet funktioniert. Rolle vorwärts, aufstehen, Kampfhaltung dies alles geht blitzschnell und nicht den kleinsten Kratzer abbekommen. Perfekt.

Wir sind alle Fertig. Nicht nur mit der Schulung bestimmte Situationen richtig einzuschätzen, nein, auch physisch sind wir ziemlich am Ende. Doch unser Veranstalter hat wie es scheint an alles gedacht. In einem der beiden Fahrzeuge (die Dame von der die Fotos stammen) Kofferraum auf und WASSER, WASSER, WASSER und auch noch selbst gebackener Kuchen für alle.
So nun geht's weiter alle runter, raus aus dem Parkhaus und weiter joggen durch Wilhelmshaven zur DISCO. Nein nicht tanzen. Die Disco ist am Nachmittag geschlossen, aber nicht für uns. Wir haben die Disco für uns alleine. Wie bekommt man Gäste die sich nicht angemessen Benehmen (meistens wegen zu hohem Alkoholgenuss) ohne großes Aufsehen und Schaden an Mensch und Mobiliar aus der Disco. Claude nimmt sich wieder einmal (wie schon den ganzen Tag) Andreas aus der Teilnehmergruppe. Er ist der Bösewicht und darf zuerst einmal Claudes Techniken über sich ergehen lassen. Fingerhebel auf engstem Raum. Kein Platz, überall andere Gäste, aber Claude bekommt Hilfe. Ein zweiter „Security" kommt zur Hilfe und noch ein Fingerhebel. Der dann noch zu einem Armhebel weitergeführt wird. Natürlich dürfen auch unsere Nervendruckpressen nicht fehlen, die je nach Situation mit eingesetzt werden. Nachdem wir diverse Techniken in zweier und dreier Gruppen trainiert haben, werden die 18 Teilnehmer wieder aufgeteilt. Die eine Hälfte der Gruppe spielen Gäste, die randalieren, sich nur unterhalten, Tanzen oder auch etwas lauter diskutieren. Die verbleibenden spielen Security. Immer zu zweit. Durch die Disco gehen, beurteilen, abwägen, eventuell schlichten, gibt es eine Schlägerei? Im Handgemenge erst mal wissen wer ist eigentlich der Übeltäter? Sind es etwa beide oder ist einer der Streithähne unschuldig und wirklich nur Opfer! Gar nicht so einfach. Und wir waren nur 18 LEUTE in der Disco. Den Job, den die Aufpasser da machen, möchte ich nicht geschenkt. Aber ich glaube wir haben auch ganz schön übertrieben: Bei uns gab es keine Minute in der nicht irgendwo geschlagen, geschrieen, gestritten oder getreten wurde. Arme Security. Ja wir wollten natürlich üben, üben, üben.
CLAUDE UND SEIN TEAM HABEN EINEN PERFEKTEN TAG ORGANISIERT. BEIM NÄCHSTEN ATK X – PERIENCE LEHRGANG SIND WIR GARANTIERT WIEDER DABEI.


Stefan und Norbert


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9. Kung Fu Olditreffen
Arnis in Bielefeld 2008

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